Blutwurst statt Fisch in Pförring

Richard Auer bei der Lesung in Pförring

Walburgisöl

Krimilesung mit Richard Auer

Ein Buch war Thema beim Aschermittwoch der Unabhängigen Wähler in Pförring. Allerdings keine Doktorarbeit, sondern der neue Heimat-Krimi "Walburgisöl" von Richard Auer (Bild). Spannend und unterhaltsam, so wie ein Krimiabend eben sein soll, gestalteten Richard Auer und die Donautaler die Lesung aus seinem zweiten Buch, das ebenso wie sein Erstlingswerk "Vogelwild" in Eichstätt spielt. 

 

Je mehr sich sein Oberkommissar Mike Morgenstern in der ersten Szene auf dem Eichstätter Volksfest vor Frau und Kindern als miserabler Schütze blamierte, desto mehr gelang es Auer, seine rund 40 Zuhörer für sich zu gewinnen.

Ob er das Jägerlatein auf dem Bauernerchta schildert oder Morgensterns Kampf mit einer aufgeplatzten Blutwurst mit Kraut – der Eichstätter Journalist zeigt sich als genauer Beobachter, so dass sich mancher Gast in seinem Protagonisten wiedererkennt. 

Dabei kramt Auer aus einem grauen Sperrholzkoffer neben Blutwurst und Billigbier auch ein Fläschchen Walpurgisöl hervor. Erzählt, dass der Koffer vom Sperrmüll einmal einer Nonne aus St. Walburg gehörte; dass die als wundertätig verehrte Flüssigkeit, die sich alljährlich am Sarkophag der Bistumsheiligen bildet, genau wieder an dem Tag zu fließen begann, als er zum ersten Mal aus Walburgisöl las, und macht neugierig auf sein Buch.