Büchereineubau und Pfarrheimsanierung: Informationen aus erster Hand

"Ensemble" vor dem Rathausbau Mitte der 80er Jahre
Grundriss für Büchrei, Museum und Praxis
Pfarrheim aus der Vogelperspektive
Es darf auch mal gelacht werden

Statt politischer Rundumschläge steht beim politischen Aschermittwoch der Unabhängigen Wähler seit 25 Jahren die Information im Vordergrund. Heuer ging es unter dem Motto „Pförring 2015“ um zwei abendfüllende Themen, den Büchereineubau und die Pfarrheimsanierung.

Mit Bürgermeister Bernhard Sammiller, Architekt Leonhard Schlagenhaufer und Pfarrer Michael Saller konnte die UW-Vorsitzende Brigitte Dellekönig zum 25. Politischen Aschermittwoch gleich drei Referenten begrüßen. Sammiller erinnerte an den letztjährigen Aschermittwoch, bei dem die Besucher unter dem Motto „Pförring 2020“ Prioritäten für die aktuelle Wahlperiode setzen konnten. Vieles sei in der Umsetzung, wie der Hochwasserschutz oder sogar schon abgeschlossen wie die Sanierung der Mittelschule. Zwei Punkte, die zum Vorjahresfavoriten „Soziales Miteinander stärken“ zählen, sind noch in der Planung. Architekt Leonhard Schlagenhaufer präsentierte zwei Planungsvarianten, zur Schließung der Baulücke westlich des Rathauses. Im Gegensatz zu den Plänen von Architekt Theodor Hugues aus dem Jahr 1984 schlägt er kleinere Baukörper vor, um die Parkplätze zu erhalten. Platz fänden darin Bücherei mit Museum, Räume für eine Arztpraxis und Wohnungen. Die Kosten schätzt er auf 1,4 Millionen Euro beziehungsweise knapp zwei Millionen Euro, wenn das so genannte Forstnerhaus mit einbezogen würde. Aus den Reihen der Besucher kam die Anregung, die Räume lieber anzumieten, um Leerstände zu beleben und das Vermieterrisiko auszuschließen. Büchereileiterin Gabi Sammiller könnte mit beidem leben. Um die Bücherei attraktiver zu machen brauche man in jedem Fall mehr Platz. Eine weitere Arztpraxis in der Ortsmitte wurde in der Diskussion gut geheißen. Auf der Wunschliste der Besucher stand auch ein Café zur Belebung des Marktplatzes.

Pfarrer Michael Saller stellte verschiedene Pläne zur Sanierung des Pfarrheims vor. Begonnen habe alles mit einer Sicherheitsbegehung, bei der Brandschutzmängel festgestellt wurden. Da die Pfarrei nur einmal alle 20 Jahre in den Genuss von Zuschüssen komme, strebe die Kirchenverwaltung eine Generalsanierung an, zu der auch der barrierefreie Zugang gehöre. Als Erfolg verbuchte Saller, dass der vom Ordinariat favorisierte kleinere Neubau inzwischen vom Tisch sei. Allerdings dürften die Sanierungskosten die eines Neubaus – rund eine Million Euro - nicht übersteigen und das Hausmeistergebäude müsse abgerissen werden. Die Forderungen aus Regensburg sorgten für Unmut unter den Zuhörern. „Vor vierzig Jahren habe ich dafür Geld gestiftet, jetzt soll‘s weggerissen werden“, machte Andreas Lohr seiner Verärgerung Luft. Pfarrer Saller zeigte Verständnis, zumal die Finanzierung auch dieses Mal ohne Spenden nicht gelingen werde.