Neuer Stern am Kabaretthimmel

Zünftig aufgschbuid - de Kelsbachbuam!
Geldregen von den Bavarias
Ein Prosit der Gemütlichkeit
Deftiges vom Grill
und dazu eine frische Halbe!
Wenn das Rote Telefon läutet
Kesplatz mit italensichem Flair

Der Auftritt der Drei Bavarias und eine laue Sommernacht bescherten dem "Bairischen Sommerfest" der Unabhängigen Wähler Pförring einen Rekordbesuch: Mehr als 400 Gäste wollten hören, was das Dreigestirn zu sagen beziehungsweise zu singen hatte.

Schließlich sind die drei wichtigsten Frauen im Leben von Bürgermeister Bernhard Sammiller ? seine Frau Gabi, Tochter Patricia und seine Sekretärin Silvia Zehentbauer ? so nah an der Pförringer Kommunalpolitik wie kaum jemand sonst. Tatsächlich wussten die Künstlerinnen allerhand Amüsantes aus dem Leben der Gemeinderäte zu berichten: ob über das veraltete Telefon des Bürgermeisters oder den kaputten Schirm der UW-Vorsitzenden Brigitte Dellekönig.

Bei den meisten Anekdoten verrieten die Bavarias die Identität ihrer "Opfer" allerdings nicht. Das Publikum amüsierte sich dennoch prächtig über einen missglückten Theaterbesuch oder einen Dreiecksschleifer. Dazwischen stimmte das Dreigestirn, musikalisch begleitet von den Kelsbachbuam, selbstgedichtete Gstanzl an. Gleich mit dem ersten betonten sie ihre politische Neutralität: "Mir san net schwarz, grün oder orange, mir gehen zu denen, wo mir kriagn mehra Gage." Dabei behalten die Bavarias die Gage nicht für sich, sondern spenden sie der Bücherei und der First-Responder-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr.

Wer den sehenswerten Auftritt versäumt hat, kann den neuen Stern am Pförringer Kabaretthimmel beim Pfarrfest am 16. Juli bewundern. Dann mit neuem Programm und zwar "übern Herrn Pfarrer und seine Räte", wie Texterin Gabi Sammiller betont. Immer getreu dem Motto: "Hast koa Freud auf dera Welt, nachad pack no glei zsamm, geh denen ned im Weg um, die a Freud damit hom". (kue Juni 2017)