UW-Wahlprogramm als Kompass

Der Pförringer Marktplatz aus der Vogelperspektive
Marktplatz von oben

Bürgermeister zieht Zwischenbilanz

Hermann Bauch neuer 2. Vorsitzender

Viele Punkte des Wahlprogramms der UW sind nach vier Jahren abgehakt. Zu diesem Ergebnis kam Bürgermeister Bernhard Sammiller bei der Jahresversammlung der Unabhängigen am Mittwoch, 7. März im Gasthaus Jägerwirt. Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurde Hermann Bauch zum neuen Vize-Vorsitzenden der Wählergruppe gewählt.

Bis zu den nächsten Kommunalwahlen bleiben noch zwei Jahre Zeit. Schon jetzt konnte Bürgermeister Bernhard Sammiller bei der Jahresversammlung der Unabhängigen Wähler hinter viele Punkte aus dem Wahlprogramm der Wählergruppe einen Haken setzen. So auch unter die grundsätzliche Forderung nach einer soliden Finanzpolitik. Nur deshalb konnte der Markt die Millionenschwere Gewerbesteuerrückzahlung aus den Rücklagen bestreiten. In Zukunft müssten vermehrt Zuschusstöpfen angezapft werden, aber auch die Aufnahme von Darlehen sei per se nichts Schändliches, meinte Sammiller angesichts der neuen Finanzlage. Das Gewerbegebiet sei nicht nur erweitert, sondern auch fast verkauft, die zweite Erweiterung in Arbeit, und es gebe viele Anfragen nach Gewerbegrund gerade von Einheimischen stellte Sammiller zufrieden fest. Zu den Pluspunkten in Sachen Infrastruktur zählte der Gemeindechef die  Arrestinger Straße, den Gadener Weg und die Straße nach Wackerstein, die versuchsweise mit dem preisgünstigen Dünnschichtverfahren repariert wurde. Verbessert wurde auch die Busverbindung für Schüler durch den Nachmittags-Schnellbus aus Ingolstadt und inzwischen drei Busse nach Kösching. Schnelle DSL-Verbindungen mit 16.000 Kilobit sind in Pförring inzwischen fast überall möglich. Im Frühjahr sollen auch die Ortsteile Gaden und Ettling im Frühjahr schnellere Verbindungen bekommen, versprach Sammiller. 

Der dicke Brocken Altkanalsanierung wurde noch nicht angepackt. Aber immerhin seien die Kosten schon ermittelt, sagte Sammiller. Zwei Millionen Euro im öffentlichen und nochmal so viel im privaten Bereich. „Ein dickes Minus“ konstatierte Sammiller auch beim Radweg Forchheim – Pförring. Hier erarbeite ein Ingenieurbüro eine  Entscheidungsgrundlage, die Straßensanierung und Verkehrskreisel mit einschließe. In Sachen Hochwasserschutz an der Donau geht laut Sammiller derzeit nichts voran, weil die höhere Naturschutzbehörde forstliche Ausgleichsflächen fordere. 

Städtebauförderung für Marktplatz beantragt

En Detail erläuterte der Bürgermeister die Marktplatzgestaltung. Wegen der neuen Finanzlage habe man für das Millionenprojekt nun doch die Wiederaufnahme in die Städtebauförderung beantragt. „Wir können auf bis zu 600.000 Euro Förderung nicht mehr verzichten, auch wenn die Regierung dann mitreden will“, erklärte Sammiller den Sinneswandel im Gemeinderat. Der Gemeindechef lobte die intensive Bürgerbeteiligung und berichtete, dass auch die Anwohner mit den Plänen einverstanden seien. Über das Engagement der Bürger bei den Marktplatz-Worksshops und das Wir-Gefühl beim Wettbewerb „Bayerns beste Bayern“ habe er sich „narrisch gefreut“, bekannte der Bürgermeister. Die Unabhängigen Wähler lobte Sammiller für ihren Beitrag zur Kommunalpolitik aber auch für die kulturellen Veranstaltungen. „Pförring sind wir alle“, sagte Sammiller und rief jeden Einzelnen dazu auf, sich einzubringen. Sein Wunsch wäre, dass jeder voll Stolz auf seine Heimat sagen könne, „da bin I dahoam“, schloss Sammiller unter dem Beifall der Uwler.

UW-Vorsitzende Brigitte erinnerte in ihrem Rechenschaftsbericht an den Politischen Aschermittwoch zum Thema Windenergie und das Bairische Sommerfest mit der Gstanzlsängerin Renate Maier, die auf vielfachen Wunsch auch heuer beim UW-Sommerfest am 23. Juni auftreten wird. Brigitte Dellekönig wurde einstimmig als Vorsitzende wiedergewählt. Ihr zur Seite steht als neuer Vize-Vorsitzender Hrmann Bauch. Schriftführer bleibt Sebastian Kügel, die Kasse führt Wilhelm Häring, dem Kassenprüfer Gebhard Reith für das dicke Plus dankte. Als Beisitzer gewählt wurden Sieglinde Nest, Gabriele Halbritter, Klaus Wibmer, Fritz Seidl, Hans Treffer, Franz Hirmer, Bernhard Lohr, Gebhard Reith und Christian Seidl.