Besucherrekord beim Sommerfest

Publikumsmagnet Renate Maier

Bürgermeister wirft Blick in die Zukunft

Eine erfolgreiche Bilanz legte Brigitte Dellekönig bei der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen Wähler Pförring vor. Beim Sommerfest mit der Gstanzlsängerin Renate Maier habe man heuer einen Besucherrekord aufgestellt. Dank der freiwilligen Helfer habe sich das auch positiv auf den Kassenstand ausgewirkt, bestätigte Kassier Wilhelm Häring. Zur Belohnung unternahm die UW heuer erstmals einen Vereinsausflug nach München. Für das Sommerfest 2013 wurde bereits der Riegler Hias aus Mindelstetten engagiert.

Was ist uns wichtig und wo wollen wir hin, das ist für Bürgermeister Bernhard Sammiller gut ein Jahr vor den Kommunalwahlen die Gretchenfrage. Für die Energiewende will er das Wissen vor Ort an einen Tisch bringen, kündigte er bei der Jahresversammlung der Unabhängigen Wähler an.

Beim Bau des Marktplatzes, sei ihm klar geworden, dass es gar nicht ums Pflaster geht, sagte Sammiller, sondern darum, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen soll, wie die Internetanbindung oder der Öffentliche Nahverkehr. Um sich in Sachen Energie alle Möglichkeiten offen zu halten, hat der Markt Gasleitungen vorsorglich verlegen lassen und auch die Verlegung von Fernwärmeleitungen gestattet. Die UW lobte er dafür, dass sie im Frühjahr mit der Einladung eines kompetenten Energieberaters die Diskussion um Windenergie und Biogasanlagen angestoßen hätten. Jetzt sollten die Menschen, die hier leben, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in einem Stammtisch, einer Projektgruppe oder eine Genossenschaft einbringen, um die Frage zu beantworten, wo es in der Energiefrage hingehen soll, sagte Sammiller. In Sachen Internetanbindung führt nach Sammillers Meinung kein Weg an der Glasfasertechnik vorbei, wenn dieselben Lebensbedingungen wie in der Stadt geschaffen werden sollen. Und auch der Personennahverkehr müsse in einer älter werdenden Gesellschaft neu überdacht werden.

„Der Marktplatz ist fertig gebaut, aber es sind noch soviele Fragen offen, dass ich gar kein anderes Thema bräuchte“, sagte Bürgermeister Bernhard Sammiller und nannte als Beispiele die Parkregelung und den Schwerverkehr. Und was das Leben am Marktplatz betreffe, stehe man erst am Anfang. „Machen wir uns Gedanken darüber, wie wir in zehn  oder 20 Jahren da leben wollen, wo wir leben“, sagte Sammiller. Bei allem Streit über die Sache dürfe man aber nie persönlich werden. Eines der Hauptthemen in der Diskussion war die Querung der B 299 mit einem Kreisel. „Unsere Kinder sollten von Forchheim mit dem Radl nach Pförring zum Fußballtraining und zur Ministrantenstunde fahren können,“ wünschte sich Ludwig Kügel und erntet große Zustimmung.