UW setzen auf bewährte Führung

Zukunftsaufgabe Schule: Das Klassenhaus III in Pförring soll saniert werden. Am Gesicht der 1990 bezogenen Gebäudes wird sich aber wohl nichts ändern - Foto: Kügel
Blick auf Zukunftsaufgaben statt Weihrauch für Vergangenheit

Pförring (kue) Der Blick auf künftige Themen hat die Unabhängigen Wähler Pförring in ihrer Jahresversammlung beschäftigt. Für das Wahljahr 2014 setzen sie auf den bewährten Vorstand. „Die UW haben zwar nicht viele Veranstaltungen, aber dafür umso schönere“, sagte Vorsitzende Brigitte Dellekönig. Lange Tradition hätten der Politische Aschermittwoch, bei dem die Wählergruppe über die Energiewende im Landkreis Eichstätt diskutiert habe, und das bayerische Sommerfest, bei dem heuer mit Matthias Riegler ein junger Künstler aus der Region aufgetreten sei. Dank der Einnahmen konnte Kassier Wilhelm Häring einen positiven Bericht abgeben. Weil die freiwilligen Helfer so fleißig gearbeitet hätten, habe man auch die Ausgaben für den ersten Vereinsausflug in der bald 25-jährigen Geschichte der UW kompensieren können.

Laut Dellekönig war der Adventsausflug nach München ein solcher Erfolg, dass er heuer in abgewandelter Form wieder aufgelegt werde. In ihrem Rechenschaftsbericht erinnerte die Vorsitzende daran, dass Bürgermeister Bernhard Sammiller bereits bei der letzten Jahresversammlung anhand des UW-Programms Bilanz gezogen und festgestellt habe, dass fast alle Ziele der Wählergruppe erreicht worden seien. Dementsprechend wollte sich Sammiller in der jüngsten Versammlung nicht damit aufhalten, „Weihrauch für die Leistungen der Vergangenheit“ zu streuen. Viel spannender sei die Zukunft, meinte er. Nach dem Neubau der Grundschule stehe nun die Sanierung des Klassenhauses III an, in dem die Mittelschule untergebracht ist. Neben dem Wechsel von Elektronachtspeicheröfen zur zentralen Pelletheizung und dem fälligen Innen- und Außenanstrich soll auch das große Oberlicht erneuert werden. Die Kosten beziffert Architekt Leonhard Schlagenhaufer von der Verwaltungsgemeinschaft Pförring auf 350 000 Euro. Vom Austausch der Fenster riet er ab, da die Kosten von 200 000 Euro in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden.

Als weitere Zukunftsthemen riss Bürgermeister Sammiller den Hochwasserschutz an Kels und Donau an, die Baulanderschließung und die Schaffung von betreutem Wohnraum. Außerdem nannte er die Kanalsanierung, die bis zu vier Millionen Euro koste, den Wegebau und die Förderung der „sehr aktiven Vereine“. „Das wird nicht immer ohne Schulden gehen“, meinte Sammiller, der seit Jahren stolz auf seinen schuldenfreien Haushalt sein konnte. Die beste Möglichkeit für die seit langem gewünschte Vergrößerung der Bücherei sei für ihn die Realisierung des Konzepts von Theodor Hugues, von dem in Pförring bislang nur das Rathaus realisiert worden sei, so Sammiller. In der regen Diskussion ging es unter anderem um ein Foyer für die Römerhalle, für das sich Christian Seidl aussprach.

Bei den Neuwahlen wurden die Vorsitzende Brigitte Dellekönig, ihr Stellvertreter Hermann Bauch, Schriftführer Sebastian Kügel und Kassier Wilhelm Häring einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Die Riege der bisherigen Beisitzer – Gabriele Halbritter, Franz Hirmer, Bernhard Lohr, Sieglinde Nest, Gebhard Reith, Christian Seidl, Fritz Seidl, Hans Treffer und Klaus Wibmer – wurde bestätigt und um Christian Thoma erweitert. Sebastian Kügel erläuterte die Formalien für die Kommunalwahlen. Die Aufstellungsversammlung der UW ist am 3. Januar geplant.