UW für Öffnung Zulassungsstelle Vohburg

Eichstätter Autos in Vohburg zulassen, diesem Wunsch vieler Bürger wollen die Unabhängigen Wähler Pförring mit einer Unterschriftenaktion Gehör verschaffen. Georg Gröner vom benachbarten Schilderdienst (Foto) ist überzeugt, dass der Landkreis Eichstätt keine Nachteile hätte, weil dann der Ingolstädter Norden nach Lenting fahren würde. Foto: Kügel

Obwohl die nächstgelegene KFZ-Zulassungstelle in Vohburg liegt, müssen die Pförringer bis nach Ingolstadt fahren. Mit einer Unterschriftensammlung wollen die Unabhängigen Wähler auf eine bürgerfreundliche Lösung im Kreis Eichstätt drängen.

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah, lautet eine alte Volksweisheit, die nach Meinung der Unabhängigen Wähler auch bei der An- oder Ummeldungen von Kraftfahrzeugen gelten sollte. Das Gute, die nächste Zulassungsstelle, läge in diesem Fall in Vohburg. Schlecht daran ist nur, dass sie zur Außenstelle des Landratsamts Pfaffenhofen gehört und damit für Bürger des Nachbarlandkreises tabu ist. Dass das nicht so sein müsste, haben Ingolstadt und die Kreise Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen vorgemacht. Mit einem Kooperationsvertrag in Sachen Zulassung stellen sie ihren Bürgern frei, wo sie ihr Auto an-, um- oder abmelden. Der Landkreis Eichstätt verweigert sich dem bisher standhaft, weil man befürchtet, dass die Gebühreneinnahmen sinken. Und so müssen die Pförringer Bürgerinnen und Bürger weiterhin an Vohburg vorbei zur Außenstelle des Landratsamts Eichstätt in Ingolstadt fahren. Mit der beschlossenen Verlegung der Landratsamtsaußenstelle nach Lenting wird das nicht besser. Denn mit dem Linienbus ist Lenting nicht erreichbar. Die Unabhängigen Wähler haben deshalb bei ihrer Jahresversammlung auf Antrag der Vorstandschaft einstimmig beschlossen, Unterschriften für eine ortsnahe und damit bürgerfreundliche KFZ-Zulassungstelle in Vohburg zu sammeln.

Beim Jahresrückblick von Brigitte Dellekönig stand die Kommunalwahl im Mittelpunkt, bei der mit Hermann Bauch, Brigitte Dellekönig, Stefan Haser und Sebastian Kügel erstmals vier UW-Kandidaten in den Marktrat gewählt wurden. Auch die Kreistagskandidaten Rosi Stowasser und Bernhard Lohr hätten sehr gute Ergebnisse erzielt. „Unser Einsatz hat sich gelohnt“, resümierte die Vorsitzende. Als „wunderbaren Abend“ hätten viele Besucher die 25-Jahrfeier im vollbesetzten Pfarrsaal gelobt. Aber auch der Seniorennachmittag mit einem Lichtbildervortrag über die Pförringer Schätze und der politische Aschermittwoch zum Thema „Pförring 2020“ seien gut angenommen worden. Auf der Welle dieses Erfolgs schwamm heuer auch das Bairische Sommerfest der UW mit Josef „Bäff“ Piendl. „Wir hatte soviele Besucher wie lange nicht“, freute sich Dellekönig.
Und auch Kassier Wilhelm Häring konnte eine positive Bilanz vorlegen. Weil die Wahlkampfkosten wie bei der UW üblich auch heuer von den gewählten Kandidaten bezahlt wurden, sei die Kasse nach wie vor gut gefüllt.

Bürgermeister Bernhard Sammiller referierte über aktuelle Themen aus der Kommunalpolitik. Besonders interessierten die Uwler die Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber sowie der Sachstand beim Umbau des Pfarrheims, bei der Sanierung des Forchheimer Wegs und der Ausweisung von Baugebieten. Zum Thema Bücherei konnte Sammiller berichten, dass dem Gemeinderat schon in der Novembersitzung Pläne vorgelegt würden, die der Bauamtsleiter der VG, Architekt Leonhard Schlagenhaufer, auf der Basis der Ensemble-Entwürfe von Professor Hugues aus dem Jahr 1985 entwickelt habe.